Wenn CARA abgelehnt wird: schnelle Hilfe im Audit-Kontext
Im IATF 16949 CARA Abweichungsmanagement scheitern viele Automobilzulieferer aktuell an den verschärften Anforderungen der IATF Rules 6. Was früher als „formale Abarbeitung“ durchging, führt heute im CARA NC Management (Common Audit Report Application) oft zu abgelehnten Korrekturmaßnahmen und gefährdeten Zertifikaten. Ein bloßes „Auskalkulieren“ von Abweichungen reicht nicht mehr aus – die IATF fordert eine lückenlose, systemische Ursachenanalyse.
Hängen Sie im CARA-Tool fest oder wurde Ihr Maßnahmenplan abgelehnt? Als Experte für das CARA Abweichungsmanagement unterstütze ich Sie dabei, Non-Conformities (NC) so aufzubereiten, dass sie jeder Prüfung standhalten. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil meiner IATF 16949 Beratung.
Was fordert IATF 16949 & Rules 6 im CARA-Prozess konkret?
Mit den neuen Rules 6 hat die IATF die Daumenschrauben angezogen. Das CARA 16949 System verzeiht keine Fehler mehr bei den Fristen oder der Logik der Maßnahmen.
-
Strenge Zeitvorgaben: Werden die Nachweise nicht fristgerecht im CARA-Portal hochgeladen, droht der Entzug des Zertifikats.
-
Forderung nach Systemik: Ein reiner Fokus auf das Symptom wird sofort abgelehnt. Gefragt ist das NC-Management, das bis in die Managementebene greift. Eine methodische Vorbereitung ist hier ebenso entscheidend wie bei einem IATF 16949 Voraudit.
Der CARA-Prozess nach Rules 6 – Schritt für Schritt
Ein auditfestes CARA Abweichungsmanagement folgt einer strikten Logik, die ich gemeinsam mit Ihrem Team erarbeite:
| Schritt | Ziel | Nachweis im Audit/CARA | Typische Fehler |
|---|---|---|---|
| 1. Eindämmungsmaßnahmen (Containment Actions) | Kundenrisiko sofort reduzieren und Lieferung absichern | Sperrung, Zusatzprüfung, 100%-Kontrolle, Nacharbeit oder organisatorische Sofortmaßnahmen inkl. Zeitraum/Befristung und Verantwortliche | Containment als „Lösung“ verkauft, keine Befristung, keine Dokumentation, keine klare Wirkkette |
| 2. Abstellmaßnahmen (Corrections) | Abweichung kurzfristig beheben und Prozess beherrscht halten, bis Ursachenanalyse & systemische Korrekturmaßnahmen abgeschlossen sind | Corrections klar definiert, terminiert, umgesetzt; Nachweis der Prozessbeherrschung bis Abschluss (z. B. Interimskontrollen/Prüfkonzept) | Corrections fehlen, mit Containment verwechselt, keine Owner/Fristen, „Training“ als einzige Maßnahme ohne Prozessbezug |
| 3. 5-Why-Ursachenanalyse (5-Why / Ishikawa) | System-/Prozessversagen identifizieren; Grundlage für die Grundursache schaffen | Nachvollziehbare Logikkette + Belege (Prozessdaten, Auditbeobachtungen, Reklamationsmuster, Trainings-/Freigabenachweise, Prüfmerkmale, Change-Historie) | Sprunglogik ohne Belege, „Mitarbeiterfehler/Einzelfall“, Analyse endet beim Symptom |
| 4. Root Cause definieren (Grundursache) | Grundursache klar formulieren (Management- oder Prozesssystemversagen), das nachhaltig korrigiert werden muss | Root-Cause-Statement + Begründung, warum das System versagte (z. B. Standards, Freigaben, Wirksamkeitskontrollen, Rückkopplung) | Symptom statt Root Cause, nicht systemisch, unklar/mehrdeutig, nicht aus der Analyse ableitbar |
| 5. Systemische Korrekturmaßnahmen (Lessons Learned & Scope) | Root Cause dauerhaft beseitigen und Wiederholung in anderen Bereichen verhindern (Rules 6) | Maßnahmenplan mit Owner/Frist; Updates z. B. Arbeits-/Verfahrensanweisungen, PFMEA, Produktionslenkungsplan, Prüfkonzept, Auditprogramm; Scope-Check (wo sonst betroffen?) | Maßnahmen nicht an Root Cause gekoppelt, nur lokal, keine Scope-Betrachtung, keine System-/Doku-Anpassung, nur Schulung |
| 6. Umsetzung absichern (Maßnahmenplan / Verantwortlichkeiten) | Sicherstellen, dass Maßnahmen fristgerecht umgesetzt und nachvollziehbar dokumentiert sind | Umsetzungsstatus mit Verantwortlichen/Terminen, Freigaben, aktualisierte Dokumente/Nachweise (z. B. geänderte Standards/Pläne, Trainingsnachweise, Auditprogramm-Anpassungen) | Unklare Zuständigkeiten, Fristen werden gerissen, Änderungen nicht dokumentiert/freigegeben, „Papier abgeschlossen“ ohne Umsetzung |
| 7. Wirksamkeit verifizieren | Objektiv nachweisen, dass Maßnahmen wirken und die Abweichung geschlossen werden kann | Arbeitsplatz-/Prozessaudit, Stichproben, Trend-/Kennzahlenanalyse, Prozess-/Produktaudit; dokumentierte Kriterien + Ergebnisse nach angemessener Laufzeit | Zu früh geprüft, keine Kriterien, nur „abgehakt“, falsche Kennzahlen, keine ausreichende Laufzeit/Datenbasis |
Warum scheitern Firmen intern am NC-Management?
Oft fehlt im Tagesgeschäft die nötige Distanz oder das tiefe Verständnis der IATF Rules 6. Korrekturmaßnahmen werden oberflächlich formuliert und vom Auditor im CARA-System postwendend zurückgewiesen. Das erzeugt enormen Zeitdruck und Stress mit den Kunden (OEMs). Sollten Sie intern keine Kapazitäten für diese Analysen haben, unterstütze ich Sie gerne als externer QMB.
Meine Unterstützung im CARA-Abweichungsmanagement
Stecken Sie mitten in einem kritischen Status oder haben Sie eine Hauptabweichung (Major NC) erhalten? Quälen Sie sich nicht mit der komplexen Logik des CARA-Portals.
Rufen Sie mich direkt an, wenn:
-
Ihr Maßnahmenplan im CARA-Tool abgelehnt wurde.
-
Die Fristen für die Einreichung kritisch werden.
-
Ihnen die methodische Erfahrung für eine systemische Ursachenanalyse fehlt. Hier hilft oft eine gezielte Schulung zur IATF 16949.



